Scars of Xavier – Interview mit dem Hauptdarsteller Marc Engel

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Auf facebook sind wir auf das Filmprojekt „Scars of Xavier“ gestoßen.  Die Story hat uns sofort mitgerissen, der Trailer hat uns geflasht und die ersten Bilder haben uns super gefallen. Aus diesem Grund haben wir uns kurzerhand dazu entschlossen dem Hauptdarsteller Marc Engel, der den Xavier verkörpert, ein paar Fragen zu stellen um euch einen tieferen Einblick in das gesamte Projekt zu gewähren. Zudem habt ihr die Möglichkeit selbst ein Teil davon zu werden. Unter www.startnext.com/scarsofxavier erfahrt ihr wie…


VAN★DALE: 
Wie bist du zur Hauptrolle im Independent Film „Scars of Xavier“ gekommen?

Marc Engel: So weit ich mich erinnern kann, war Kai Bogatzki noch dabei Timo RosesReeperbahn“ zu schneiden, könnte aber auch sein, dass er schon den Trailer zu „Deathwish: Zero“ geschnitten hat? Irgendwo zwischen diesen beiden Filmen muss er sich in mich „verguckt“ haben haha. Scherz beiseite, im Frühjahr 2015 hat er mich angeschrieben, erwähnt was er vor hat und worum es geht und er hatte mich wirklich schon beim „Aufhänger“ Serienkiller. 😀 Da ich gut gemachte Thriller, Serienkiller-Filme liebe, es leider nur zu wenig wirklich gute und überraschende gibt, war ich direkt Feuer und Flamme und habe mich auch ein Tick geärgert. Da der Anteil Autor in mir nie selbst darauf gekommen ist, einen coolen Serienkiller zu „erschaffen“. 😀 Jedoch gibt es bei Kai und mir dazu auch noch viele ähnliche „filmische Vorlieben“. Wir feiern beide ähnliche Werke und Figuren. Es hat irgendwie direkt gepasst, was er vorhatte und welche Ideen ich einbringen konnte und dann startete das entwickeln von „filmischer Magie“.


Promofotos für den Kalender – eine Hommage an die Großen:

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VAN★DALE: Um was geht es in den Film?

Marc Engel: Nun im Grunde wirkt die Story scheinbar recht klar und „einfach“. Wir versuchen eine Geschichte zu erzählen in dem der Serienkiller im Mittelpunkt steht. Die wenigen Werke die fast jedem Filmfan gefallen, die kann man an 2 Händen abzählen. Da kommen dann bei den meisten immer dieselben Titel in eine Top 10 wie „Sieben, „Das Schweigen der Lämmer“, „Saw“, „Zodiac“, „Hannibal“ usw.. Jedoch sind in diesen Werken fast immer die Profiler, Cops und Co. die Hauptfiguren und der Killer ist die Nebenfigur. Dabei sind gerade die Serienkiller die interessanteren Charaktere , von denen man eigentlich mehr sehen und erfahren will. Natürlich gibt es viele Werke im Indi/Low, oder in B-Film-Bereichen wo die Hauptfigur der Killer selbst ist. Doch meistens sind diese Werke dann schlecht umgesetzt, gespielt, arten in einem Schlachtfest aus oder sind mit einem „moralischen Kompass“ ausgestattet, das die Freude des Anschauens dämpft. Wir haben versucht eine Figur zu erschaffen die auf Augenhöhe mit den „Big Boys“ ist, somit sich mit den Besten in dem Genre messen kann. Nicht wirkt wie eine Kopie von den wenig guten, fiktiven Charakteren in dem Bereich. Im Grunde zeigen wir Xaviers „Alltag“ aber völlig anders als einige es erwarten werden. Es ist im Ansatz ein Thriller, minimal ein Drama, eine „Charakterstudie“ aber eine völlig andere, da er nicht Hannibal, Dexter, Norman; Bateman oder Henry ist. Teilweise erzählen wir diese Geschichte „genreübergreifend“, anders und ich bin überzeugt, dass wir viele mit diesem Film überraschen werden. Mehr kann ich nicht erzählen ohne Gefahr zu laufen zu spoilern. Da wir so viele coole Ideen in den Film gepackt haben, dass ich es am liebsten in die Welt schreien möchte aber noch nicht darf. 😉 Ach ich liebe Xavier einfach, was soll ich sonst noch schreiben? Abgesehen davon, dass ich felsenfest davon überzeugt bin, das ihn viele lieben werden. Natürlich haben wir nicht das Geld von Hollywood aber ich bin mir sicher, dass Xavier sich in die Herzen der Genre-Fans killen wird . 😀




VAN★DALE: 
Wie hast du dich auf die Rolle vorbereitet?

Marc Engel: Vorbereitet hmm. Da ich dazu neige einen „Tick“ mehr zu machen als „erfragt“, wenn sich der Stoff oder die Figur lohnt, haben Kai und ich ständig Ideen hin und her geworfen. Als so langsam das Gerüst stand wer dieser Typ Xavier eigentlich genau ist, fing ich an ein „Charakter-Tagebuch“ für Xavier zu erstellen um mir mit der linken Hand das Schreiben beizubringen. Das bereits Ende August 2015, ich blieb auch dabei bis Anfang Winter. Dann gab es eine Zeit lang ein „On Hold“ für Xavier, da Kai erst einen anderen kleinen Film machen wollte vor „Scars of Xavier“. Das änderte sich Anfang 2016 wieder, so dass ich damit weitergemacht habe. Ich habe jetzt keine Riesensprünge damit erreicht aber mittlerweile kann ich ganz „ok“ mit der linken Hand schreiben. Ich habe mir auch ein paar kleine Tricks mit dem Messer angeeignet. Auch wenn man einiges davon im Film gar nicht wirklich vordergründig sehen wird, mir war das aber wichtig, dass wenn er (Xavier) schon so lange dabei ist und tut was er tut, er mindestens beidhändig sein muss. Auch im Interesse seiner privaten Leidenschaft. 😉 Abgesehen davon war mir recht früh klar, dass Xavier sehr dürr aussehen sollte, wie jemand der wenig schläft, weil dieser Trieb in ihm so stark ausgeprägt ist, er selten zur „Ruhe“ kommt, besonders nachts. Er wie jemand wirkt der ständig Hunger hat, weil sein „Killerinstinkt“ ihn an den Punkt gebracht hat an dem er sich gerade befindet. Ich wollte diese Note auch äußerlich vermitteln. Also habe ich angefangen abzunehmen, ein bisschen zu trainieren und habe bereits 10 kg für Xavier abgenommen, das klingt nicht viel, aber da ich für „Reeperbahn“ schon 8 kg abgenommen hatte und fast 2 Jahre das Gewicht gehalten habe für eine evtl. Fortsetzung die immer mal im Raum stand. Sprich plus minus 2 – 3 Kg, liege ich aktuell bei 18 Kg unter meinem „Normalgewicht“. Der Prozess ist noch nicht beendet, ich will noch ein paar Kilo abwerfen. Dann natürlich klassische Recherche hier und da etwas gelesen, die besten Filme in dem Bereich erneut und zum 50. Mal angeschaut. Auch viele Dokumentarfilme über bekannte Serienkiller wie Dahmer, Gacy und Co.. Jedoch auch versucht mich nicht zu sehr von den realen und fiktiven Figuren leiten zu lassen, immerhin wollen wir keine Kopie erschaffen. Irgendwann sind Kai und ich an den Punkt angekommen, wo wir in Xaviers „Entstehungs-Phase“ glücklich sagen konnten „Xavier ist keine Kopie und er lebt“. Das werden dann auch viele erkennen, sehen wenn es so weit ist. Dazu habe ich nur das Nötigste gegessen um „hungrig“ zu bleiben, das war schon bei den Dreharbeiten zu „Reeperbahn“ sehr hilfreich. Abgesehen davon wollte ich im 1. Drehblock mich so gut es ging von der Außenwelt abkapseln. In Xaviers Wohnung wohnen, wenig Kontakt zu anderen Menschen haben, kein TV, nur 2 – 3 Mal am Tag das Handy nutzen, um den Liebsten zu sagen, dass man noch lebt etc. 😀 Das Vorhaben war nur in den Drehphasen, den Kontakt zu Menschen zu haben, das hat auch ganz gut geklappt die ersten 3 – 4 Tage aber danach ging das nicht mehr zu 100 %. Zum einen verstand man sich dann auch zu gut mit Cast und Crew und das letzte was ich will, ist als Diva zu gelten, davon gibt es so schon genug in der Szene. Zum anderen war Xaviers Wohnung irgendwann so „abgerockt“, dass ich da nicht mehr wohnen konnte, also musste ich auf der Couch der Regie schlafen und hab ihn nachts immer höflich aus sein Wohnung „befördert“ damit ich wieder „Ruhe“ hatte haha. 😀 Jedoch waren auch die paar Tage hilfreich, weniger „ich“ zu sein und mehr er. Besonders wenn ich alleine war, in mein Tagebuch kritzelte oder meine Rituale durchzog. Ich hatte mir in den Tagen kleine „Rituale“ zurecht erarbeitet, die dann wenn es kurz vor Drehstart zu lustig wurde oder ich wieder zu sehr rauskam, mich dadurch wieder schnell in diesen Zustand zu befördern, dass ich alle um mich hasse. 😀 Es gab schon ein paar Momente wo mir alle unheimlich auf den Keks gingen. Dazu kamen Tag für Tag ein paar kleinere oder größere Verletzungen dazu, so dass meine Ungeduld, der Hunger, der innere Zorn über teilweise Bagatellen wuchs. zum Glück hatte ich da kein Messer in der Hand haha. Im Grunde bin ich ein netter Kerl aber das ist wenig hilfreich, wenn man einen kompletten „Weirdo“ geben will. Ich hab zwar versucht meinen „Opfern“ ein gutes Gefühl zu vermitteln beim Dreh aber im selben Atemzug, zu zeigen, dass sie einem völlig egal sind, obwohl man den echten Mensch dahinter mag, ist schon ein Balanceakt. Ich hoffe es ist mir gelungen und die Damen sehen es mir nach, im Grunde war ich noch viel zu nett zu den Ladies? 😉 😀


VAN★DALE: Wird es auch eine deutsche Version des Filmes geben?

Scars-of-XavierMarc Engel: Natürlich wird es eine deutsche Version geben, ursprünglich war es ja auch mal der Gedanke ihn in deutsch zu machen aber wir haben früh erkannt, dass wir mehr Menschen damit erreichen können, wenn wir ihn in englisch machen. Ich denke, das verdient dieser Film am Ende auch. Klar sind wir hier im Indi/Low Sektor aber wir wollen den Leuten wirklich etwas bieten, etwas das viele in dem Bereich einfach so nicht machen, wie wir es schon bereits im 1. Drehblock umgesetzt haben und im 2. Drehblock kommen teilweise die „großen Elemente“ dazu. Es steckt so viel Herzblut in diesem Projekt und trotz der ganzen Wehwehchen die sich angehäuft haben im 1. Drehblock und obwohl ich über 2 Wochen gebraucht habe um geistig und körperlich wieder zuhause anzukommen, zu heilen, freue ich mich wieder tierisch auf den 2. Drehblock. 🙂



VAN★DALE: Was hat es mit der Crowdfunding Kampagne auf sich?

Marc Engel: Nun irgendwann in der Entstehungsphase des Stoffes hatten wir Produzenten, Interessierte, Schwätzer, das klassische „Blabla“ der Filmszene halt. Ein wichtiger Geldgeber ist uns kurz vor Produktionsstart abgesprungen, also haben wir die „Crowdfunding Kampagne“ ins Leben gerufen. Mittlerweile so wie ich es verfolgt habe ist es schwerer, als noch vor 5 oder 3 Jahren an das Geld zu kommen. Erfolgreich ein Crowdfunding hinter sich zu bringen, sprich das Ziel zu erreichen. Besonders, wenn man keine „Namen“ an Bord hat, sprich keine bekannten Namen/Schauspieler die das Projekt tragen könnten, vorantreiben. Ich habe schon interessante Stoffe scheitern gesehen, weil keine Namen/Vips an Bord waren und teilweise 0815 Stoffe, „Bananenbieger-Werke“ die hohe Summen erreichen konnten, weil sie Namen an Bord hatten. So ist das halt. Nun wir wollen nicht mal viel, weil wir das „Budget-Gerüst“ haben für den Film aber wir haben halt auch einige Sachen vor in der Post und diese Summe dient halt auch dazu, um den Film zusätzlich aufzuwerten. Wir gehen schon mit viel Kreativität und einem enormen Ideenreichtum an den Film, reißen uns den Hintern auf. Die paar Hauptköpfe machen was sie können, um dem Film mehr Leben einzuhauchen, u. a. auch Sascha Goldbach, der den Film mitproduziert. Irgendwann kommt man halt an seine Grenzen was Ideenreichtum angeht um dem Film einen bestimmten Look zu geben, ihn groß wirken zu lassen. Dann braucht man halt leider irgendwann wieder das „liebe“ Geld, damit es wirklich dem Film zugute kommt. Deswegen brauchen wir halt noch diese Summe und wir sind wirklich keine Verschwender, bei uns geht genau die benötige Summe X in den Film. Ich habe in der Drehzeit nicht im Hotel gewohnt und mich vom Zimmerservice verwöhnen lassen. Die Hälfte der Zeit habe ich auf einer abgerockten Matratze in „Xaviers Wohnung“ geschlafen, die andere Hälfte auf einer Couch. Meistens habe ich im Grunde kaum gegessen oder halt das Nötigste. Hin und wieder auch in Mama Bogatzkis Kochtopf gegriffen (was nebenbei bemerkt immer lecker war, danke) und habe mir ein paar Kellen Gekochtes auf den Teller gepackt um nicht zu sterben haha. Ich will sagen, das Geld das wir haben geht gnadenlos in den Film und leider nicht in meine „Altersvorsorge“. 😉 Deswegen brauchen wir jeden, der uns unterstützen kann, kauft euch eine Schachtel Zigaretten weniger, ein Mittagessen weniger beim Lieblingsitaliener, einen schlechten Hollywood-Blockbuster weniger in eurer Sammlung und supportet uns. Wenn ihr Serienkiller-Filme mögt, werdet ihr Xavier vergöttern. Seid ein Teil dieses Projektes und ihr werdet nicht enttäuscht werden. Das hier ist ein „Once in a Lifetime Shot“. Noch könnt ihr ein Teil, von etwas Magischen werden/sein. In einer Woche ist es zu spät. Btw, vielen Dank an alle die uns bis hierhin schon unterstützt haben, teilen, darauf aufmerksam machen u. s. w. ihr rockt. Ich gehe davon aus, dass es wenn der Film fertig ist keiner bereuen wird der an uns geglaubt hat oder ich habe halt keine Ahnung von Filmen. Abgesehen davon verlange ich nichts wozu ich nicht selber bereit bin, ich glaube so sehr an das Projekt, den Film, dass ich selbst mitproduziere und mein eigenes Geld in den Film investiert habe. Bedeutet, dass ich so sehr wie nie zuvor an diesen Film glaube. Ich habe jetzt schon für den Film geschwitzt, gehungert, geblutet und ich war noch nie so fertig nach einem Dreh wie nach diesem. Das bedeutet, trotz Verletzungen haben ich das Beste gegeben, das zu diesem Zeitpunkt möglich war, ich denke das wird man dem Film ansehen. Cast und Crew ebenfalls, deswegen werdet Teil davon, nächstes Jahr, wenn der Film fertig ist und seine Festivalreise antritt, werden sich bestimmt einige ärgern, die nicht ausreichend an uns geglaubt haben, davon bin ich überzeugt. Danke Herr Bogatzki für diese Reise bis hier hin und auch an dich Franke Thx. Cheers


Scars-of-Xavier-©Bogatzkimov

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